Die Zahlung per Akkreditiv

   
Home 
Konto 
Zahlungsverkehr 
Geldanlage 
Kredit 
Aussenhandel 
Volkswirtschaft 
Vertragsrecht 
Berufsausbildung 
Wir ueber uns 

 

 

Ein Akkreditiv (lat. credere, glauben) ist eine Bescheinigung einer Person gegenüber einer anderen.

Das Dokumenten-Akkreditiv dient als Instrument der Zahlungssicherung. Dabei gibt die Bank des Käufers ein bedingtes Zahlungsversprechen gegenüber dem Verkäufer ab. Gleichzeitig gibt der Verkäufer ein Lieferversprechen ab, bei dessen Einhaltung er die Zahlung erhält.

Alle Bedingungen über Art, Menge, Beschaffenheit und Verpackung sowie Fristen für den Versand der Ware, vom Verladeort bis zum Abladeort, werden im Akkreditiv festgelegt.

 

 

Vorteile

Nachteile (Risiken)

Exporteure (Verkäufer)

Besitzt Zahlungsversprechen einer Bank, mit dem er nach der Lieferung die Zahlung durchsetzen kann

Bei Zahlungsunfähigkeit der Bank des Importeures, ist die Garantie erloschen

Bei fehlerhaften Dokumenten wird für die Qualität der Ware nicht mehr garantiert (Übergang von Akkreditiv- zu Dokumenteninkasso)

Importeure (Käufer)

Zahlung erfolgt nur bei:

-fristgerechter Einreichung der Dokumente bei seiner Bank

-Vorlage der benötigten Dokumente fürs Importland

- Nachweis über termingerechten Warenversand

Ware entspricht nicht dem Vertrag und dem Akkreditiv, obwohl Dokumenten i. O. sind

Folge: Beauftragung einer Warenprüfgesellschaft (hohe Kosten!)

Sonderformen des Akkreditivs

Widerrufliche und unwiderrufliche Akkreditive

Akkreditive sind grundsätzlich unwiderruflich, es sei denn, im Akkreditivtest steht ausdrücklich, dass es widerruflich ist. Falls bei einen unwiderruflichen Akkreditiv Änderungen vorgenommen werden sollen, müssen alle Beteiligten zustimmen.

Bestätigtes Akkreditiv

Zusätzliches Zahlungsversprechen für den Exporteur. Neben dem Zahlungsversprechen der Bank des Importeurs erhält er eine weitere Sicherheit von seiner Bank oder einer dritten Bank (z.B. der Weltbank oder einer internationalen Entwicklungsbank). Dies dient z. B. um Risiken von Devisenmangel vorzubeugen.

Übertragbares Akkreditiv

Bei Handelsgeschäften gibt es oftmals einen Zwischenhändler, da der Endabnehmer für diesen Bereich nicht die ausreichenden Marktkenntnisse besitzt. Wenn die Liquidität des Zwischenhändlers zur Abwicklung des Geschäftes nicht ausreicht, eröffnet der Endabnehmer ein Akkreditiv zu Gunsten des Zwischenhändlers. In ihm ist ausdrücklich aufgeführt, dass es übertragen werden kann. Der Zwischenhändler beauftragt seine Bank, das Akkreditiv auf einen Lieferanten zu übertragen. Bei dieser Form werden die Ursprungsbedingungen 1:1 an den Zweitbegünstigten (Lieferer) übertragen,abgesehen von drei Ausnahmen. Diese sind der Preis (Zwischenhändler bezieht Ware günstiger als er sie an den Endabnehmer weitergibt), der Liefertermin sowie die Akkreditivlaufzeit, die jeweils verkürzt werden können.