Dokumenten-inkasso

 
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       Mit dem Begriff Inkasso ist der Einzug von Forderungen gemeint.

Beim Dokumenteninkasso handelt es sich um den Auftrag des Verkäufers (Exporteurs) an seine Bank, vom Käufer(Importeur) gegen Übergabe der Versandpapiere den Kaufpreis einzuziehen. Im Gegensatz zum Dokumentenakkreditiv ist die Bank nur für die ordnungsgemäße Durchführung des Inkassoauftrages verantwortlich, übernimmt aber keine Zahlungsverpflichtung.

Üblich ist es ein Inkassounternehmen mit dem Einzug der Forderung zu beauftragen. Dabei kann zwischen folgenden Formen unterschieden werden:

      1.    Einziehung im Auftrag (Inkassounternehmen wird im Auftrag des Auftraggebers tätig)

      2.    Einziehungsermächtigung (das Inkassounternehmen ist zusätzlich bevollmächtigt, die Zahlung im        eigenen Namen zu verlangen)

      3.    Inkassozession (Abtretung der Forderung zum Zweck der Einziehung)

      4.    Vollabtretung (Verkauf der Forderung an Inkassounternehmen).

Für Inkassozahlungen gelten die „Einheitlichen Richtlinien für das Inkasso von Handelspapieren“ (ERI) von der Internationalen Handelskammer in Paris, es sei denn die Vertragsparteien haben andere Vereinbarungen getroffen.

Documents against payment: Der Käufer (Importeur)erhält die Dokumente bei Zahlung der Ware. Das Geld wird sofort von seiner Bank an die Exporteurbank weiter geleitet. Der Importeur kann die Ware vor der Übergabe nicht prüfen.

Documents against acceptance: Der Käufer (Importeur)akzeptiert statt sofortiger Zahlung einen Wechsel, der entweder bei seiner Bank verbleibt oder an den Verkäufer (Exporteur) weitergeleitet wird. Hier hat der Importeur ebenfalls keine Möglichkeit, die Ware im Vorfeld zu prüfen. Er erhält allerdings die Einräumung eines Zahlungsziels.