Staatliche Unterstützung beim Sparen

 
   
   
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Unterstützt werden sowohl Vermögenswirksame Leistungen vom Arbeitgeber als auch selbst erbrachte Sparleistungen.

Was sind Vermögenswirksame Leistungen?

Vermögenswirksame Leistungen sind Leistungen, die der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer zahlt. Diese werden staatlich gefördert, um einen Anreiz zum Sparen zu geben.

Welche Anlageformen werden gefördert?

Gefördert werden sowohl Wertpapiersparverträge als auch Bausparverträge.

        -          Arbeitnehmersparzulage:

Auf einem Wertpapiersparvertrag werden jährlich 20 % Arbeitnehmersparzulage, begrenzt auf eine jährlich Sparleistung von 400,00 €, vom Staat gezahlt. Hierbei muss beachtet werden, dass nur ausgewählte Fonds mit einem Aktienanteil von mindestens 60 % gefördert werden.

Im Gegensatz zum Wertpapiersparvertrag gibt es auf den Bausparvertrag 9 % Arbeitnehmersparzulage. Jedoch werden in diesem Fall jährlich maximal 470,00 € vom Staat gefördert.

In beiden Verträgen müssen die Sparleistungen vom Arbeitgeber unmittelbar eingezahlt werden.

        -          Wohnungsbauprämie:

Zusätzlich zur Arbeitnehmersparzulage zahlt der Staat auf einen Bausparvertrag auch Wohnungsbauprämie. Um diese zu erhalten muss der Sparer eine eigene Sparleistung erbringen. Die maximale Förderung beträgt 8,8 % auf einen maximalen Förderbetrag von 512,00€ jährlich.

Einen Anspruch auf die Zulage erwirbt man erst nach einer Vertragslaufzeit von 7 Jahren.

Beachte: Die Wohnungsbauprämie erhält man nach den 7 Jahren nur, wenn das Guthaben wohnwirtschaftlich verwendet wird, außer der Vertragsabschluss erfolgte vor Vollendung des 25. Lebensjahres.

Welcher Personenkreis wird staatlich unterstützt?

        -          Arbeitnehmersparzulage:

Unterstützt werden Arbeitnehmer im Sinne des Vermögensbildungsgesetzes, deren zu versteuerndes Einkommen [1]:               

 

Bausparvertrag

Wertpapiersparvertrag

Alleinveranlagung

17.900,00 €

20.000,00 €

Zusammenveranlagung [2]

35.800,00 €

40.000,00 €

nicht übersteigt.

        -          Wohnungsbauprämie:

Unterstützt werden einkommenssteuerpflichtige Personen nach Vollendung des 16. Lebensjahres, deren zu versteuerndes Einkommen:

25.600,00 € (Alleinveranlagte)

51.200,00 € (Zusammenveranlagte)

nicht übersteigt.

 

1. Fallbeispiel:

Die Eheleute Müller schließen einen Bausparvertrag ab. Frau Müller ist Hausfrau. Ihr Mann hat ein zu versteuerndes Einkommen von 31.450,00 €. Sein Arbeitgeber zahlt ihm 40,00 € vermögenswirksame Leistungen pro Monat. Sie zahlen selbst 1024,00 € in den Bausparer ein.

Wie hoch ist die Förderung?

Lösung:

Nur Herr Müller erhält  Arbeitnehmersparzulage, da Frau Müller Hausfrau ist und sein zu versteuerndes Einkommen:

- unter der Grenze von 35.800,00 € liegt à Arbeitnehmersparzulage

Arbeitnehmersparzulage: 470,00 € x 9 % = 42,30 € à 43,00 € (wird immer aufgerundet)

Beide bekommen jedoch Wohnungsbauprämie, denn ihr zu versteuerndes Einkommen liegt:

- unter der Grenze von 51.200,00 € liegt à Wohnungsbauprämie

Wohnungsbauprämie:                  1024,00 € x 8,8 % = 90,11 €

 

2. Fallbeispiel:

Der Azubi Peter Lustig hat ein zu versteuerndes Einkommen von 6.540,00 €. Sein Arbeitgeber zahlt ihm jährlich 300,00 € Vermögenswirksame Leistungen. Deswegen hat er einen Wertpapiersparvertrag ab geschlossen.

Wie hoch ist die Förderung?

Peter erhält Arbeitnehmersparzulage, da sein zu versteuerndes Einkommen unter 20.000,00 € liegt.

Arbeitnehmersparzulage: 300,00 € x 20 % = 60,00 €

Wenn er die maximale Förderung erhalten will dann muss er 100,00 € seines Gehaltes von seinem Arbeitgeber auf den Wertpapiersparvertrag zusätzlich überweisen lassen.


[1] = Bruttoeinkommen - Freibeträge

[2] = z. B. Eheleute, Paare in einer Lebensgemeinschaft