Optionsanleihe

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Die Optionsanleihe fällt unter die festverzinslichen Wertpapiere, beinhaltet allerdings zudem noch Zusatzrechte. Neben dem Forderungsrecht des Inhabers auf Zinsen und Rückzahlung des investierten Kapitals, verbrieft die Optionsanleihe zudem das Recht, bestimmte Aktien zu beziehen. Die Ausgabe der Optionsanleihe muss auf der Hauptversammlung der Gesellschaft beschlossen werden. Es handelt sich dann um eine so genannte bedingte Kapitalerhöhung.

Möglichkeiten des Börsenhandels

Optionsanleihen werden an der Börse auf drei mögliche Arten gehandelt:

         1.   Die gesamte Optionsanleihe inklusive des Optionsscheines (Anleihe cum = „volle Stücke“),

         2.   die Anleihe ohne den Optionsschein (Anleihe ex = „leere Stücke“) und

         3.   nur der Optionsschein alleine.

 

Laufzeit und Ausgabe

Grundsätzlich sind Optionsanleihen sehr langfristige Wertpapiere, die Laufzeiten bewegen sich daher zwischen 10-12 Jahren.

Vor der Ausgabe der Optionsanleihe werden

  • die Bezugsfrist
  • das Optionsverhältnis und
  • der Bezugspreis der Aktien von der Gesellschaft festgelegt.

 

Optionsverhältnis:

Das Optionsverhältnis gibt an, wie viele Optionsscheine zum Bezug einer Aktie benötigt werden. Bei einem Optionsverhältnis von 4:1 benötigt der Anleger z.B. 4 Optionsscheine um 1 Aktie beziehen zu können.

 

Bezugspreis:

Der Bezugspreis ist der Preis, den der Anleger bei Ausübung der Option für eine Aktie zahlen muss.

Ein Bezugspreis von 100 Euro bei einem Optionsverhältnis von 4:1 bedeutet, dass bei Einreichung von 4 Optionsscheinen 100 Euro für den Erwerb einer Aktie bezahlt werden muss.

 

Rechnerischer Wert des Optionsscheins

Optionspreis = Bezugspreis

Börsenkurs
der Aktie

Differenz

Rechnerischer Wert des Optionsscheins

100

80

- 20

0

100

100

+/- 0

0

100

120

+ 20

5

100

140

+ 40

10

100

180

+ 80

20

100

260

+ 160

40

 

Vorteile für den Anleger

Nachteile für den Anleger

     -  festverzinsliche Anlage mit einem   garantierten Zinssatz

     -  bestimmte Aktien können durch den   Optionsschein zu einem festgelegten Kurs    bezogen werden
   
evtl. kann dadurch von    Kurssteigerungen    der Aktien profitiert    werden

     -  Wahlrecht, ob man die Option ausübt oder    nicht

     -  Risiko des Verlusts des kompletten    eingesetzten Kapitals bei    Kursrückgängen

     -  Keine Dividendenberechtigung