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Unisex-Tarife bei Versicherungen – Antidiskriminierungsgesetz

Ab dem 21.12.2012 können laut einem Gerichtsurteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH, Urteil vom 01.02.2011) Versicherungsverträge nur noch in Unisex-Tarifen abgeschlossen werden

Grundlage war die Richtlinie 2004/113/EG. Diese besagte, dass es nicht zulässig ist, aufgrund des Geschlechts Unterschiede bei der Bemessung von Prämien und Leistungen in Bezug auf Versicherungsverträge zu machen.  Dies galt für alle Verträge, die nach dem 21.12.2007 abgeschlossen wurden.

Ausnahmen gab es nur, wenn es gewährleistet war, dass die Berechnungsgrundlagen (wie z. B. Statistiken) öffentlich zugänglich waren und auch regelmäßig aktualisiert wurden.  Da kein Endzeitpunkt festgelegt wurde, durften die Versicherer dies auch weiterhin auf dieser Grundlage unbefristet durchführen.

Zum  21.12.2012 müssen die Mitgliedsstaaten aber geschlechtsneutrale Tarife einführen, um die Verwirklichung des Ziels der Gleichberechtigung von Mann und Frau nicht zu gefährden.

Riester-Renten-Verträge, die ab 01.01.2006 abgeschlossen wurden, sind übrigens bereits geschlechtsneutral.