Todesfall

 
   
   
Home 
Konto 
Zahlungsverkehr 
Geldanlage 
Kredit 
Aussenhandel 
Volkswirtschaft 
Vertragsrecht 
Berufsausbildung 
Wir ueber uns 

 

1.  Kontoumschreibung

- Mit dem Tod einer natürlichen Person erlischt deren Rechtsfähigkeit.

- Rechtsnachfolger sind die Erben.

- Bis zur Legitimation der Erben wird das Konto des Verstorbenen als Nachlasskonto geführt.

2.  Belastungen aufgrund lebzeitiger Weisungen

Aufträge des Kontoinhabers, die dieser zu Lebzeiten abgegeben hatte, bleiben auch nach dessen Tod wirksam und müssen von der Bank ausgeführt werden, soweit die legitimierten Erben nicht widersprechen.

Beispiele hierfür sind:

- Scheckeinlösungen,

- Überweisungsaufträge,

- Daueraufträge,

- Lastschriften.

3.  Erbfallmeldung

Die Bank ist verpflichtet, beim Tod eines Kunden, dem für die Veranlagung der Erbschaftssteuer zustän-digen Finanzamt innerhalb eines Monats nach Bekanntwerden des Todesfalles Meldung über die bei ihr geführten Nachlasswerte des Erblassers zu machen.

Anzeigepflicht besteht nur, wenn der Gesamtwert des Nachlassvermögens am Todestag bzw. am Tag vor dem Tod 5.000,00 € übersteigt.

Meldepflichtig sind auch

- Verträge zugunsten Dritter,

- Schließfächer und

- Gemeinschaftskonten.

4.  Erbenlegitimation

Sie Erfolgt durch Vorlage eines Erbscheins (ab 50.000,00 EUR Vermögen) oder eines Testaments mit Eröffnungsprotokoll.

Erbschein - Beispiel

5.  Erblasservollmacht

Eine vom Erblasser zu Lebzeiten ausgestellte Vollmacht ist noch über den Tod hinaus wirksam. Der Kontobevollmächtigte kann also sowohl zu Lebzeiten des Kontoinhabers als auch nach dessen Tod uneingeschränkt verfügen.

Die legitimierten Erben können die Kontovollmacht (schriftlich) widerrufen. Bei einer Erbengemeinschaft reicht bereits der Widerruf eines Erben aus, um dem Bevollmächtigten das Verfügungsrecht zu ent-ziehen.

6.  Erbenvollmacht

Möglich ist es auch, dass ein Miterbe oder eine andere Person, die nicht Erbe ist, von den Erben eine Vollmacht erhält. Doch dieser Vollmacht, müssen alle Erben zustimmen.

7.  Verfügungen zwecks Begleichung von Beerdigungskosten

Hierzu zählen Kosten wie,

- die eigentliche Bestattung und die angemessene Grabstelle,

- die kirchliche und bürgerliche Trauerfeier und

- Todesanzeige und Danksagungen.

Diese Kosten haben die Erben zu tragen. Auch ohne Erbschein kann die Bank gegen Vorlage der Rechnungen durch die Erben, die Beerdigungskosten über die Konten des Erblassers abrechnen. Sie hat dann einen Rechtsanspruch gegen die Erben.