Vorsorge-vollmacht

   
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Warum sollte man vorsorgen?

Altersbedingt, aufgrund eines Unfalls oder einer schweren Krankheit kann jeder in die Lage kommen, seine Bankangelegenheiten nicht mehr selbst regeln zu können.

Daher sollte man sich schon frühzeitig überlegen, wer sich dann um Überweisungen, Bargeldbeschaffung und andere Bankgeschäfte kümmert, wenn man selbst nicht mehr dazu in der Lage ist.

Angehörige des Hilfsbedürftigen, wie Ehepartner oder Kinder, können die Regelungen der Vermögensangelegenheiten übernehmen, müssen es aber nicht automatisch. Für diesen Fall  kann durch das Gericht ein Betreuer bestellt werden.

Für diesen Notfall kann man schon im gesunden Zustand vorsorgen. Durch eine private Bevollmächtigung  einer Person kann die gerichtliche Bestellung eines Betreuers vermieden werden. Dadurch kann man selbst bestimmen, wer im „Ernstfall“ für einen handelt.

 

Wie kann man vorsorgen?

Wenn man zur Regelung seiner Bankgeschäfte eine Person seines Vertrauens bevollmächtigen möchte, sollte man in seinem Kreditinstitut die Vordrucke für eine Konto-/Depot- bzw. Vorsorgevollmacht ausfüllen. Mit dieser Vollmacht ist man berechtigt über Guthaben, etwa durch Überweisungen, Barabhebungen oder Schecks zu verfügen.                          

Außerdem darf der Bevollmächtigte eingeräumte Kredite vom Kontoinhaber beanspruchen und durch die Depotvollmacht darf er auch die Auslieferung von Wertpapieren an sich verlangen sowie Wertpapierkauf und -verkaufsaufträge zu Lasten des Depots bzw. Kontos veranlassen.

Allerdings darf er keine neuen Kredite aufnehmen oder bestehende Kreditverträge ändern und Untervollmachten erteilen.

 

Ablauf der Bevollmächtigung:

Der Kontoinhaber sollte gemeinsam mit der Vertrauensperson zur Bank gehen. So wird gleich bei Erteilung der Vollmacht sichergestellt, dass dies auch im Einverständnis des Vollmachtgebers ist.  Um die Vollmacht eintragen zu können benötigt das Kreditinstitut zur Identifikation der beiden Personen die gültigen Personalausweise oder Reisepässe. Im Beisein eines Bankangestellten liefern sowohl Kontoinhaber als auf Bevollmächtigter ihre Unterschrift auf dem vorgefertigten Formular.

 

Gültigkeit der Vollmacht:

Die Vollmacht tritt direkt nach Ausstellung in Kraft. Das Kreditinstitut ist nicht dazu verpflichtet zu prüfen, ab wann der Kontoinhaber die Vollmacht geltend machen möchte. Er allein trägt das Risiko des Vollmachtmissbrauches. Daher sollte er sich von vorneherein über die Vergabe der Vollmacht im Klaren sein.

Die Bevollmächtigung bleibt auch nach dem Tod des Kontoinhabers bestehen. Allerdings sollte man beachten, dass die Erben gemeinsam die Vollmacht jederzeit widerrufen können. Widerruft nur ein Erbe, ist der Bevollmächtigte nicht mehr befugt, diesen zu vertreten. Falls dies geschehen sollte, dürfen dieser Erbe und der Vollmachtinhaber nur gemeinsam über den Nachlass des Toten verfügen.

 

Widerruf

Der Kontoinhaber kann zu Lebzeiten die Vollmacht jederzeit ohne Angabe von Gründen widerrufen. Dies sollte aber stets schriftlich erfolgen.