Die Bankbilanz

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Die Bankbilanz (ital. bilancia = Waage )

Zweck der Bilanz: Die Bilanz ist gesetzlich vorgeschrieben und hilft dem Unternehmen eine Übersicht über seine Forderungen, Vermögen und Verbindlichkeiten zu erhalten. Grundlage einer Bilanz ist das Inventar eines Unternehmens.

 

1. Zur Übersicht:

-Die Aktiv-Seite: Auf der Aktivseite der Bilanz werden alle Forderungen und die Vermögenswerte eines Unternehmens festgehalten. Die Gliederung der sogenannten Bilanzposten richtet sich nach ihrer Liquidität, d.h. umso schneller bzw. einfacher man die Vermögens-/Forderungsposten zur Zahlung verwenden kann, desto weiter oben stehen sie in der Bilanz. Daher steht der Posten Kasse ganz oben in der Bilanz und die Betriebsgebäude als letztes.

-Die Passiv-Seite:  Auf dieser Seite der Bilanz werden alle Schulden sowie das Eigenkapital des Unternehmens aufgeführt. Auch die Schulden gliedern sich, und zwar nach ihrer Fälligkeit. Somit steht die nächstfällige Schuld an erster Stelle. Das sind z. B. Sichteinlagen anderer Kreditinstitute bei unserer Bank. Das Eigenkapital steht ganz unten, da dieses nie „fällig“ wird.

 

2. Bilanzgleichungen:

Um zu prüfen ob die Bücher bzw. die Bilanz richtig geführt wurde werden die beiden Seiten aufaddiert (saldiert) und die Summen (Salden) werden mit einander verglichen. Der Vergleich der Seiten kann auch als Bilanzgleichung bezeichnet werden. Bilanzgleichungen sind:

- Vermögen = Schulden

- Mittelverwendung = Mittelherkunft

- Aktiva = Passiva

-Investitionen = Finanzierung

 

3. Bilanzveränderungen

Durch Geschäftsfälle verändern sich die Bilanzposten und somit die Bilanz. Es gibt insgesamt vier Arten von Bilanzveränderungen:

-Aktivtausch:

Hier wird zwischen zwei Aktiv-Posten getauscht z. B. beim Einkauf von Anlagevermögen über das Konto bei der Bundesbank. Hier verringert sich der Posten für das Guthaben bei der Bundesbank und gleichzeitig erhöht sich das Anlagevermögen.

-Passivtausch:

Hier wird zwischen zwei Posten auf der Passivseite getauscht, z. B. wenn ein Kunde Guthaben (für uns Verbindlichkeiten) von seinem Girokonto auf sein Sparbuch überträgt. Hier nimmt der Passivposten „Sichteinlagen“ ab und der Posten für Spareinlagen zu.

-Aktiv-Passiv-Minderung:

In diesem Fall wird ein Aktiv-Posten sowie ein Passiv-Posten belastet, z. B. ein Kunde hebt Geld von seinem Sparbuch ab. Dann wird der Posten Kasse (Aktiv) und der Posten für Spareinlagen von Kunden (Passiv) belastet.

Diese Bilanzveränderung verringert die Bilanzsumme.

-Aktiv-Passiv-Mehrung:

Hierbei wird auf einem Aktiv- sowie ein Passivposten eine Erhöhung gebucht, z. B. ein Kunde zahlt Bar auf sein Sparkonto ein. Dadurch erhöht sich der Kassenbestand (Aktiv-Posten) und auch der Bestand an Spareinlagen der Kunden (Passiv-Posten).

Wegen dieser Art der Bilanzveränderung erhöht sich die Bilanzsumme

4. Eröffnungsbilanz und Schlussbilanz

Zum Anfang und zum Ende eines Geschäftsjahres muss jeweils eine Bilanz erstellt werden. Die Schlussbilanz wird zum Ende des Geschäftsjahres zu einem Bilanzstichtag aufgestellt, z.B. der 31.12. eines Jahres und entspricht gleichzeitig der Eröffnungsbilanz des neuen Geschäftsjahres.

 

5. Beispiel: Die Bilanz der Commerzbank zum 31.12.2008