Massekredit

 

 

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Ein aktuelles Thema in den Medien ist das Unternehmen Quelle, bei dem vor kurzem das Insolvenzverfahren eröffnet wurde. Quelle erhielt von Bund und den Ländern Bayern und Sachsen einen Massekredit, dadurch konnte der gestoppte Auftrag des Winterkatalogs 2009 weiterfinanziert werden. Nun wird auf ein umsatzstarkes 4. Quartal zur Aufbesserung der Unternehmenslage gehofft.

Insolvente Unternehmen benötigen Massekredite, um über die kritische erste Zeit der Zahlungsunfähigkeit hinweg zu kommen. Er ist ein kurzfristig zur Verfügung gestellter Kredit von Hausbanken oder Kreditgläubigern. Massekredite werden vorrangig gegenüber allen anderen Forderungen bedient, d. h. zurückgezahlt. Als Sicherheit dient den Gläubigern das Betriebsvermögen oder Teile daraus.

 

Bei der Erlösverteilung in einer Insolvenz wird in fünf Klassen eingeteilt:

      1.    Aussonderrungsansprüche: Hier werden Vermögensgegenstände zurückgegeben, die im Besitz,      jedoch nicht im Eigentum des Unternehmens sind. Übrig bleibt die Insolvenzmasse.

      2.    Absonderungsansprüche:  In dieser Phase werden Sicherheiten, die den Banken und den Gläubigern      gegeben wurden, herangezogen und verteilt.

      3.    Kosten des Verfahrens: Gerichtskosten und Insolvenzverwalter werden bezahlt.

 

      4.    Masseverbindlichkeiten: In dieser 4. Phase muss das Unternehmen die Verbindlichkeiten,      die während der Insolvenz z. B. durch einen Massekredit entstanden sind, begleichen.

      5.    Teilungsmasse: Offene Forderungen gegenüber dem Unternehmen werden zu gleichen Teilen aus der      Insolvenzmasse beglichen.