Berufsausbildung

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Ein Berufsausbildungsverhältnis besteht zwischen dem Auszubildenden (bei Minderjährigen dem gesetzlichen Vertreter: Vater, Mutter, Vormund) und dem Ausbildenden. Ausbildender ist derjenige, der einen anderen zur Berufsausbildung einstellt.

Die Ausbildung wird von einem vom Ausbildenden beauftragten Ausbilder durchgeführt. Auszubildender ist derjenige der ausgebildet wird.

 

Ausbildungsvertrag 

Der Ausbildungsvertrag regelt genau die Rechte und Pflichten zwischen dem Ausbildenden und dem Auszubildenden.

Der Berufsausbildungsvertrag kommt durch zweiübereinstimmende Willenserklärungen der Vertragsparteien zustande und ist in schriftlicher Form abzufassen. Bei minderjährigen Auszubildenden bedarf er der Zustimmung der gesetzlichen Vertreter (Unterschrift!).

Als Mindestangaben muss der Berufsausbildungsvertrag folgende Angaben enthalten:  

-  Art, sachliche und zeitliche Gliederung sowie Ziel der Berufsausbildung, insbesondere die    Berufstätigkeit, für die ausgebildet werden soll

-  Beginn und Dauer der Berufsausbildung

-  Ausbildungsmaßnahmen außerhalb der Ausbildungsstätte

-  Dauer der regelmäßigen täglichen Ausbildungszeit

- Dauer der Probezeit

-  Zahlung und Höhe der Vergütung

- Dauer des Urlaubs

-  Voraussetzungen, unter denen der Berufsausbildungsvertrag gekündigt werden kann

-  Hinweis auf Tarifverträge, Betriebs- oder Dienstvereinbarungen, die auf das Berufsausbildungsverhältnis anzuwenden sind

Nach dem Vertragsabschluss erfolgt die Eintragung in das Verzeichnis der Berufsausbildungsverhältnisse, welches bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) geführt wird.  Die IHK ist die zuständige Stelle für die Berufsausbildung in kaufmännischen Berufen.

Für nichtkaufmännische Berufe gibt es andere zuständige Stellen, z. B. die Rechtsanwaltskammer für Rechtsanwaltsfachangestellte usw.

 

Rechtsgrundlagen & Jugendarbeitsschutzgesetz

Rechtliche Grundlagen der Betrieblichen Ausbildung sind insbesondere das Berufsbildungsgesetz und die Ausbildungsordnung.

 

Das Berufsbildungsgesetz von 1969

Nach diesem Gesetz gliedert sich die berufliche Bildung in drei  Teilbereiche, die

-  Berufsausbildung mit der Zielsetzung eine breite Grundbildung, fachliche Fertigkeiten und Kenntnisse     und den  Erwerb von Berufserfahrung zu schaffen

-  Berufliche Fortbildung hat die Erhaltung, Erweiterung und Anpassung der beruflichen Kenntnisse und den   beruflichen Aufstieg zum Ziel

-  Berufliche Umschulung ist die Befähigung zu einer anderen beruflichen Tätigkeit

Das Gesetz enthält Vorschriften, die für alle anerkannten Ausbildungsberufe gelten, z.B. über den Berufsausbildungsvertrag, die Rechte und Pflichten in der Ausbildung usw.

 

Die Ausbildungsordnung

Die Ausbildung wird für jeden anerkannten Ausbildungsberuf erlassen, d. h. für jeden Ausbildungsberuf existiert eine eigene Ausbildungsordnung Bestandteile:

-  Bezeichnung des Ausbildungsberufes

-  Dauer der Ausbildung

-  Ausbildungsberufsbild (Legt die Kenntnisse und Fertigkeiten fest, die Ausbildungsgegenstand sind.)

-  Ausbildungsrahmenplan (ist eine Anleitung zur richtigen zeitlichen und sachlichen Gliederung der Ausbildungsinhalte und damit Grundlage für den betriebsindividuellen Ausbildungsplan)

-  Prüfungsanforderungen (regelt den Umfang der zu beherrschenden Kenntnisse und Fertigkeiten in der Zwischen- und in der Abschlussprüfung)

 

Hier gehts zur Ausbildungsordnung

 

Die Handwerksordnung

Die Handwerksordnung enthält Bestimmungen für die Ausbildung in handwerklichen Berufen.

 

Jugendarbeitsschutzgesetz

Dieses Gesetz gilt für die Beschäftigung von Personen, die noch nicht 18 Jahre alt sind.

Allerdings ist die Beschäftigung von Personen unter 15 Jahren verboten, da sie nach dem Gesetz noch als Kinder gelten.

Jugendliche dürfen nicht mehr als 8 Stunden täglich und nicht mehr als 40 Stunden wöchentlich beschäftigt werden.

Der Arbeitgeber hat den Jugendlichen für die Teilnahme am Berufsschulunterricht und für Prüfungen freizustellen. Ein Entgeltausfall darf durch den Besuch der Berufsschule nicht eintreten.

Zwischen den täglichen Arbeitszeiten müssen mindestens 12 Stunden Freizeit liegen. Sie dürfen nur in der Zeit von 6 bis 20 Uhr beschäftigt werden. Ausnahmen sind im Gaststättengewerbe, in mehrschichten Betrieben, in der Landwirtschaft und in Bäckereien möglich.

Jugendliche dürfen keine Akkordarbeiten leisten und Schichtarbeiten nur in begrenztem Maße.