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Soziale Versicherungen

In der Bundesrepublik Deutschland gibt es 5 Säulen der sozialen Versicherungen. Diese werden im Folgenden erläutert.

1. Krankenversicherung

Die Krankenversicherung dient der finanziellen  Absicherung im Krankheitsfall. In der Bundesrepublik Deutschland ist man als Arbeitnehmer in der Regel versicherungspflichtig, also automatisch gesetzlich krankenversichert.

Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt zum Einen die Kosten für die ärztliche Behandlung, die Früherkennung oder für einen Krankenhausaufenthalt. Außerdem hat sie zudem die Aufgabe, die Gesundheit der Versicherten sowohl wiederherzustellen als auch zu erhalten und noch zu verbessern.

Ab 2009 wurde ein Einheitsbeitrag aller Krankenkassen von 15 Prozent vereinbart, welcher vom Bruttolohn abgezogen wird.

 

2. Unfallversicherung

Die gesetzliche Unfallversicherung bietet einen umfassenden Versicherungsschutz sowohl für Arbeitnehmer und Unternehmer als auch für Kinder, Schüler, Studenten und weitere Personenkreise.

Versicherte sind durch ein umfassendes System der Rehabilitation und Entschädigung sowohl bei einem Arbeitsunfall als auch bei einer Berufskrankheit abgesichert.

Diese Versicherung wird alleine aus den Beiträgen der Arbeitgeber, im öffentlichen Bereich durch Bund, Länder und Gemeinden, finanziert. Die Höhe der Beiträge richtet sich nach dem Unfallrisiko und wird mit Hilfe des Umlageverfahrens ermittelt.

 

3. Pflegeversicherung

Für die Leistungsbezieher bietet die Pflegeversicherung eine Absicherung für die Folgen der Pflegebedürftigkeit, wobei klar definiert ist, was Pflegebedürftigkeit heißt. Hierbei handelt es sich jedoch nicht um eine Vollversicherung, sondern sie stellt eine Grundsicherung in Form von unterstützenden Hilfeleistungen dar.

Die Leistungen der Pflegeversicherung richten sich nach dem Grad der Hilfsbedürftigkeit, die sich in drei Pflegestufen unterteilt und können in Geld- oder Sachleistungen  oder in Kombination von beidem erbracht werden. Beispielsweise: Tages- und Nachtpflege, Pflegehilfsmittel usw.

Übernehmen Angehörige oder Bekannte die Pflege, so wird ein monatliches Pflegegeld gezahlt. Des Weiteren hat jeder Versicherte, der vor Antragsstellung 5 Jahre in einer Pflegekasse versichert war, einen Anspruch auf Leistungen der Pflegeversicherung.

Die Beiträge werden von Versicherten und Arbeitgebern zu gleichen Teilen erbracht. Die gesetzliche Pflegeversicherung ist als Einheitsversicherung angelegt, dass heißt sie hat einheitliche Leistungen und keine Unterschiede im Beitragssatz.

 

4. Die Arbeitslosenversicherung

Die Arbeitslosenversicherung ist eine Pflichtversicherung, bei der alle Personen, die einer bezahlten (mehr als geringfügigen) Beschäftigung nachgehen, versichert sind. Allerdings besteht für besondere Personengruppen, z. B. Beamte, Soldaten oder Personen ab 65 Jahren Versicherungsfreiheit.

Für die Versicherten hingegen gehören beispielsweise Leistungen, die die Integration der Menschen in Arbeits- und Ausbildungsverhältnisse unterstützen, aber auch den Lebensunterhalt im Falle der Arbeitslosigkeit sichern.

In erster Linie bekommen Personengruppen (Arbeitnehmer und Arbeitgeber) Unterstützungen, die sich an der Finanzierung der Arbeitslosenversicherung beteiligen.

 

Beispiele für Leistungen an Arbeitnehmer/-innen:

-Förderung der Aufnahme einer Beschäftigung und der beruflichen Weiterbildung

-Kurzarbeitergeld

 

Beispiele für Leistungen an Arbeitgeber/-innen:

-Einstellung von Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen (Eingliederungszuschüsse)

-Förderung der Teilhabe behinderter Menschen (Arbeitshilfen für behinderte Menschen)

-Leistungen nach dem Altersteilgesetz

 

Beispiele für Leistungen an Träger:

-Förderung der Berufsausbildung (Berufsausbildung in einer außerbetrieblichen Einrichtung)

-Förderung von Jugendwohneinheiten

-Förderung von Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen

-Zuschüsse zu Sozialplanmaßnahmen

 

Die Finanzierung der Arbeitslosenversicherung ist vornehmlich durch Beiträge der Arbeitnehmer, Arbeitgeber und Dritter gewährleistet. Hinzu kommen Umlagen, Mittel des Bundes und sonstige Einnahmen.

 

5. Die Rentenversicherung

Viele Berufstätige fragen sich: „Wer sorgt für mich, wenn ich alt bin?“

Ein ausreichender Versicherungsschutz ist gerade im Alter von großer Bedeutung. Die gesetzliche Rentenversicherung bietet finanziellen Schutz und sorgt für einen soliden Lebensstandard, sowohl bei der klassischen Altersrente, bei der Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit und der Witwenrente als auch bei medizinischen Leistungen zur Erhaltung der Gesundheit  bzw. Rehabilitation („Rehabilitation geht vor Rente“).

Der Leistungsumfang richtet sich nach der Höhe der eingezahlten Beiträge (je höher das Einkommen, desto höher ist auch die spätere Rente).

 

Rente wegen Alters:

-Regelaltersrente ab dem 65. Lebensjahr (voraussichtliche Erhöhung auf 67 Jahren ab 2030)

-Altersrente für langjährige Versicherte, schwerbehinderte Menschen und langjährig unter Tage beschäftigte Bergleute

-Altersrente wegen Arbeitslosigkeit oder nach Altersteilzeitarbeit

 

Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit:

Dabei hängt die Zahlung der Rente davon ab, ob der Versicherte aus medizinischen Gründen nicht mehr arbeiten kann. Zudem ist entscheidend, wie viele Stunden der Versicherte pro Tag im Rahmen einer 5-Tage-Woche arbeiten kann.

Wer nur noch unter drei (=volle Erwerbsminderungsrente) bzw. zwischen drei und sechs Stunden (=halbe Erwerbsminderungsrente) täglich arbeiten kann, gilt als vermindert erwerbsfähig.

 

Die gesetzliche Rentenversicherung wird in erster Linie von den Beiträgen der Versicherten und ihrer Arbeitgeber finanziert.