Bad Bank

   
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Die BadBank (engl. „schlechte Bank“) ist eine Abwicklerbank, die Derivate und Zertifikate von in Zahlungsschwierigkeiten gekommen Emittenten (Banken) kauft, um diese zu entlasten.

Hintergrund:

Durch den Konjunkturrückgang und die nachlässige Bonitätsprüfung der amerikanische Kunden durch ihr Banken wurde es wahrscheinlich, dass einige Schuldner ihre Kredite nicht zurückzahlen konnten und diese Kredite ausfallen würden. Solche Kredite wurden in forderungsbesicherten Wertpapieren (ähnlich den Hypothekenpfandbriefen) verbrieft und an Investoren weiterverkauft. Da einige dieser Investoren Banken waren, die diese rentablen aber auch unsicheren Wertpapiere kauften, drohte Ihnen bei Zahlungsschwierigkeiten des Emittenten evtl. sogar ein Totalverlust der Einlagen. Durch diese Ausfälle wurde der Eigenkapitalanteil der Banken gemindert und deren Kreditvergabemöglichkeiten in Höhe und Anzahl eingeschränkt.

Auf Grund dieser Tatsache und der Tatsache, dass Kunden Ihr Geld nicht so leichtfertig für mehrere Jahre aus der Hand geben, sind die Banken zur Zeit kaum in der Lage weitere Kredite zu vergeben. Siehe Artikel Kreditklemme.

Funktionsweise:

Jede Bank kann Ihre eigene Bad Bank gründen in die sie die toxischen Papiere parken kann oder mit anderen Banken eine Bad Bank zusammen gründen. Die Bad Bank kauft aus dem Gesamtportfolio der notleidenden Bank die faulen Kredite, diese werden durch den Finanzmarktstabilisierungsfond SoFFin vom Bund abgesichert. Die Bad Bank zahlt im Gegenzug den Fundamentalwert (Nominalwert des Kredites – erwarteter Ausfall i. d. R. 10%). Sollten mehr als nur 10% der Kredite ausfallen hat die Bank den Rest in Raten (bis zu 20 Jahren) nachzuzahlen. Hiermit sichert sich die sanierte Bank vor höheren Verlusten vorerst ab.  Zusätzlich muss die Bank für die Auslagerung und Absicherung der Forderungen an den Staat einen Betrag für die Bundesgarantie zahlen. Für das verkaufte Portfolio muss die Bank kein Eigenkapital vorweisen, daraus folgend ist sie wieder in der Lage Kredite zu vergeben.

Einschränkungen:

· Sollte ein Unternehmen an eine Bad Bank faule Kredite ausgelagert haben, die nach Ende der Laufzeit mehr Verluste mit sich bringen als zu Auslagerungsbeginn geschätzt, so dürfen die Banken keine Gewinnausschüttungen mehr vornehmen, bis dieses Defizit ausgeglichen ist.

· Gehaltsdeckelungen bis 500.000,00€ für Vorstände der sanierten Banken, um eine schnellere Rückzahlung gewährleisten zu können.

SoFFin, der Finanzmarktstabilisierungsfond des Staates:

SoFFin wurde zu Beginn der Finanzkrise gegründet, er dient zur Absicherung der faulen Kredite. Mit einem Volumen von 480 Mrd. € ist er groß genug um im Gegenzug Zerobonds-Anleihen an die Banken ausgeben zu können.